McKinsey hat im November 2025 für seinen „State of Marketing Europe 2026“-Report 500 Marketing-Führungskräfte in Europa befragt. Das Ergebnis ist eines der überraschendsten Branchen-Signale dieses Jahres: GenAI landet auf Platz 17 von 20 Prioritäten der CMOs. Ganz oben stehen Branding, Authentizität und Budget-Management. 76 Prozent der CMOs erhöhen Budgets für Kreativität und Authentizität.[1][2]
Brand ist zurück. Nicht als Trend, sondern als strategische Antwort auf die Realität, dass nur 6 Prozent der europäischen Unternehmen tatsächlich Wettbewerbsvorteile durch KI erzielen.[3] Doch wenn Brand die zentrale Disziplin 2026 wird, stellt sich die methodische Frage: Wie misst man Brand Equity in einer Welt, in der jährliche Brand-Tracker zu langsam und KI-getriebene Such-Algorithmen Marken-Sichtbarkeit fundamental verändern? Dieser Artikel ordnet die News ein und zeigt, wie KI-Audiences via Digital Twins Continuous Brand Tracking ermöglichen.
Zusammenfassung
- McKinsey „State of Marketing Europe 2026“: 500 europäische Marketing-Executives, GenAI nur auf Platz 17 von 20 CMO-Prioritäten, Branding und Authentizität in den Top 5.[1]
- 76 Prozent der CMOs erhöhen 2026 ihre Budgets für Kreativität und Authentizität, 3 von 4 planen Budget-Steigerungen für klassische Brand-Disziplinen.[2]
- Nur 6 Prozent der europäischen Unternehmen erzielen Wettbewerbsvorteile durch KI, 94 Prozent berichten begrenzte AI-Marketing-Kompetenz.[3]
- Jährliche Brand-Tracker (Kantar BrandZ, GfK) sind zu langsam für die Geschwindigkeit, in der KI-Such-Algorithmen Marken-Sichtbarkeit verändern.
- Kantar BrandZ 2026 dokumentiert zweistelliges Wertwachstum für Top-Marken trotz Konjunktur-Gegenwind, ein empirischer Beleg für das Brand-Equity-Premium.[5]
- KI-Audiences via Digital Twins ermöglichen Continuous Brand Tracking in Minuten statt jährlich, mit über einer Million realer Konsumenten-Profile als Basis.
- Hybrid-Stack 2026: Kantar BrandZ als jährlicher Anker, KI-Audiences als kontinuierliche Ergänzung zwischen den Wellen.
Was die McKinsey-Studie 2026 wirklich aussagt
Der „State of Marketing Europe 2026“-Report ist nicht der erste, der Brand als zentralen Hebel bestätigt. Was ihn besonders macht, ist der Kontrast zur KI-Euphorie der letzten zwei Jahre. McKinsey hat 500 Marketing-Führungskräfte aus ganz Europa nach ihren Prioritäten gefragt. Das Ergebnis fiel deutlich anders aus, als die KI-Branche es selbst kommuniziert hatte.[1]
- GenAI rangiert auf Platz 17 von 20 CMO-Prioritäten. Ganz oben stehen klassische Brand-Disziplinen.
- 76 Prozent der CMOs steigern Budgets für Kreativität und Authentizität.
- Nur 6 Prozent der Unternehmen erreichen Wettbewerbsvorteile durch KI in Marketing-Funktionen.
- 94 Prozent berichten begrenzte AI-Marketing-Kompetenz im eigenen Team.[3]
- Nur 3 Prozent der CMOs können mehr als 50 Prozent ihrer Marketing-Ausgaben per ROI belegen.[3]
Die Botschaft ist klar: KI ist im Marketing wichtig, aber nicht der zentrale Hebel. CMOs investieren 2026 nicht primär in mehr KI-Tools, sondern in das, was KI nicht ersetzen kann: starke Marken, authentische Kommunikation, langfristige Wertschöpfung. Empowersuite hat den Befund prägnant zusammengefasst: Branding vor KI. Europas CMOs gehen zurück zu den Basics.[4]
Warum Brand 2026 wieder zentral wird
Fünf Gründe machen Brand-Investitionen 2026 strategisch wertvoller als noch vor zwei Jahren.
Grund 1: KI-Suche bevorzugt bekannte Marken. ChatGPT, Gemini und Perplexity zitieren in Empfehlungen überproportional Marken mit hoher Sichtbarkeit und Reputation. Wer in KI-getriebenen Such-Antworten auftauchen will, braucht Brand-Equity als Voraussetzung, nicht als Folge.
Grund 2: Performance-Margen sinken. Mit Cookie-Ablehnung, iOS-Privacy und steigenden CPMs werden klassische Performance-Marketing-Strategien teurer und ungenauer. Brand-Investitionen, die langfristig die Pricing-Power und organische Nachfrage erhöhen, gewinnen relative Effizienz.
Grund 3: Sub-Segmente brauchen Differenzierung. In gesättigten Märkten zählt Differenzierung mehr als Reichweite. Brand ist die methodische Antwort auf Differenzierungs-Druck.
Grund 4: Konsumenten vertrauen Marken mehr als Empfehlungs-Algorithmen. Wenn Konsumenten zunehmend skeptisch auf personalisierte Werbung reagieren, gewinnt das, was unabhängig von Algorithmen wirkt: eine starke Marke.
Grund 5: Brand wirkt auf alle Konversionen. Brand-Lift hat positiven Effekt auf Performance-Conversion-Raten. Marken mit starkem Equity erreichen höhere CTRs, niedrigere CPAs und längere Customer Lifetime Values als gleich starke aber Brand-schwächere Wettbewerber.
Kantar BrandZ Germany 2026 bestätigt das empirisch: Deutsche Top-Marken zeigen zweistelliges Wertwachstum trotz wirtschaftlichem Gegenwind.[5] 4iMedia formuliert es klar: Algorithmen können keine originäre Markenidentität schaffen, menschliche Intuition und Kultur bleiben zentral.[6]
Wo jährliche Brand-Tracker an Grenzen stoßen
Kantar BrandZ, GfK, Millward Brown haben die letzten Jahrzehnte das Brand-Tracking dominiert. Methodisch robust, jährlich aktualisiert, statistisch belastbar. Doch 2026 zeigt sich, wo diese Methodik Grenzen hat.
Grenze 1: Zeitachse. Ein jährliches Tracking-Update reicht nicht, wenn KI-Such-Algorithmen die Marken-Sichtbarkeit innerhalb von Wochen verschieben. Wenn ChatGPT seine Trainings-Daten aktualisiert oder Gemini seine Empfehlungs-Logik ändert, kann eine Marke in Wochen unsichtbar werden, bevor das nächste Tracking-Update überhaupt im Feld ist.
Grenze 2: Aggregat-Werte. Jährliche Tracker liefern Aggregat-Insights auf Brand-Ebene, nicht auf Sub-Segment-Ebene. Wenn die Brand-Equity in einem Premium-Segment einbricht aber im Mainstream stabil bleibt, sehen jährliche Tracker oft nur den Durchschnitt.
Grenze 3: Kosten. Klassische Brand-Tracker bewegen sich bei 50.000 bis 200.000 Euro pro Jahr für Custom-Setups. Für Mid-Market-Marken ist das nicht jährlich finanzierbar, geschweige denn quartalsweise.
Grenze 4: KI-Sichtbarkeit fehlt im Modell. Klassische Brand-Tracker messen, wie Konsumenten eine Marke sehen. Sie messen nicht, wie KI-Such-Maschinen die Marke sehen. Diese Lücke wird 2026 strategisch teurer.
Continuous Brand Tracking mit KI-Audiences
KI-Audiences via Digital Twins schließen die Geschwindigkeits- und Granularitäts-Lücke. Statt jährlicher Wellen läuft die Befragung in Minuten gegen synthetische Zielgruppen, die auf realen Konsumenten-Profilen kalibriert sind. neuroflash arbeitet mit über einer Million realer Profile, mit Big-Five-, Needs- und Values-Daten als Grundlage.[7]
In der Praxis bedeutet das vier Veränderungen für das Brand-Tracking-Setup.
Veränderung 1: Monatliche statt jährliche Trackings. Statt einer großen Welle pro Jahr läuft ein leichtgewichtiges Update jeden Monat. Trends werden sichtbar, wenn sie passieren, nicht zwölf Monate später.
Veränderung 2: Sub-Segment-Tiefe. Statt Aggregat-Werten gibt es Brand-Equity-Scores pro Persona, pro Generation, pro Region, pro Use-Case-Kontext. Sub-Segment-Verschiebungen werden früh erkannt.
Veränderung 3: Brand-AI-Visibility-Tests. Wie wird die Marke in KI-Such-Antworten dargestellt? Diese neue Dimension lässt sich mit Digital Twins simulieren, indem die Twins befragt werden, wie sie die Marke beschreiben würden, welche Assoziationen sie haben, welche Wettbewerber sie nennen würden.
Veränderung 4: Hybrid mit klassischen Trackern. Der jährliche Kantar BrandZ-Wert bleibt der Anker für Vorstand und Investoren. Die monatlichen KI-Audiences-Updates liefern die operative Steuerungs-Ebene. Beide ergänzen sich.
Mit neuroflash Brand Equity kontinuierlich messen
Wenn die McKinsey-Studie dich gerade dazu gebracht hat, Brand wieder ins Zentrum deiner Marketing-Strategie zu rücken, ist die Mess-Frage die nächste. neuroflash Digital Twins liefert die Continuous-Brand-Tracking-Schicht, die jährliche Studien ergänzt. Du definierst deine Zielgruppe in natürlicher Sprache, fragst Brand-Awareness, Consideration, Image-Attribute und Differenzierung ab, und bekommst Werte in Minuten statt Monaten.
Das funktioniert auf einer Datenbasis von über einer Million realer Konsumenten-Profile, mit Big-Five-, Needs- und Values-Kalibrierung, in einer Plattform, die DSGVO-konform und EU-gehostet ist. In der Praxis bedeutet das: monatliche Brand-Health-Checks pro Sub-Segment, sofortige Erkennung von Verschiebungen, KI-Visibility-Tests für die Marke in synthetischen Such-Kontexten, und der Hybrid mit dem jährlichen Kantar BrandZ-Tracker als methodischer Anker. Brand-Steuerung mit der Geschwindigkeit, die 2026 wirklich passt. neuroflash entdecken.
FAQ
Warum ist Brand 2026 wieder zentral?
McKinsey „State of Marketing Europe 2026“ mit 500 CMO-Befragten zeigt: GenAI auf Platz 17, Branding und Authentizität in den Top 5, 76 Prozent erhöhen Brand-Budgets. Hintergrund: nur 6 Prozent erzielen KI-Wettbewerbsvorteile, Performance-Margen sinken, KI-Suche bevorzugt bekannte Marken.[1][3]
Warum reichen jährliche Brand-Tracker 2026 nicht mehr?
KI-Such-Algorithmen verschieben Marken-Sichtbarkeit in Wochen, nicht in Jahren. Sub-Segment-Verschiebungen verschwinden in Aggregat-Werten. Klassische Tracker (Kantar, GfK) sind methodisch robust, aber zu langsam und zu teuer für Continuous-Steuerung.
Wie ergänzen KI-Audiences klassische Brand-Tracker?
Klassische Tracker als jährlicher Anker für Vorstand und Investoren, KI-Audiences als monatliche Steuerungs-Ebene für operative Entscheidungen. Hybrid statt Entweder-Oder. neuroflash arbeitet mit über einer Million realer Profile als Basis.[7]
Was ist Brand-AI-Visibility-Tracking?
Eine neue Tracking-Dimension, die misst, wie Marken in KI-Such-Antworten erscheinen. Digital Twins simulieren, wie Konsumenten die Marke beschreiben, welche Assoziationen sie haben, welche Wettbewerber sie nennen würden. Diese Dimension fehlt in klassischen Brand-Trackern komplett.
Was kostet Continuous Brand Tracking mit KI-Audiences?
Plattformen wie neuroflash bewegen sich im niedrigen vier- bis fünfstelligen Bereich pro Jahr für unbegrenzte Studien, abhängig vom Setup. Klassische Custom-Tracker kosten 50.000 bis 200.000 Euro pro Jahr. Der Hybrid-Stack ist meist günstiger als ein reines Custom-Setup.
Welche Branchen profitieren besonders?
FMCG, Consumer Electronics, E-Commerce, Mid-Market-Marken mit limitiertem Insights-Budget. Auch B2B-Brands, die jährliche Tracking-Studien als zu langsam empfinden. In regulierten Industrien (Pharma, Finanz) bleiben klassische Tracker wegen Compliance-Anforderungen zentral.
Wie wirkt KI-Suche auf Brand-Equity-Strategien?
Bekannte Marken werden in KI-Empfehlungen häufiger zitiert, was einen positiven Feedback-Loop erzeugt. Wer 2026 Brand-Equity nicht systematisch aufbaut, fällt in KI-getriebenen Such-Antworten zurück. Brand-Investitionen werden langfristig zur Voraussetzung für KI-Sichtbarkeit, nicht Folge.
Fazit:
Die McKinsey-Studie 2026 ist mehr als ein Zwischenstand. Sie ist die strategische Korrektur der KI-Euphorie der letzten zwei Jahre. CMOs investieren 2026 nicht weniger in KI, aber sie investieren bewusster und sehen Brand als die zentrale Disziplin, die KI nicht ersetzen kann. 76 Prozent Budget-Erhöhung für Kreativität und Authentizität ist ein klares Signal.
Methodisch entsteht damit eine Lücke. Klassische jährliche Brand-Tracker sind zu langsam für die Geschwindigkeit, in der KI-Suche und Konsumenten-Verhalten Brand-Werte verschieben. KI-Audiences via Digital Twins schließen diese Lücke, mit monatlichen Updates, Sub-Segment-Tiefe und der Möglichkeit, Brand-AI-Visibility direkt zu testen. Wer 2026 Brand-Equity ernst nimmt, baut den Hybrid-Stack: Kantar BrandZ jährlich als Anker, Plattform-Twins monatlich als Steuerungs-Ebene.
Quellenverzeichnis
[1] McKinsey Deutschland (21.11.2025): „State of Marketing Europe 2026 (Pressemitteilung).“ https://www.mckinsey.de/news/presse/2025-11-21-state-of-marketing-2026
[2] Horizont (November 2025): „McKinsey-Studie: Branding ist zurück und GenAI wird unterschätzt.“ https://www.horizont.net/marketing/nachrichten/mckinsey-studie-branding-ist-zurueck–und-genai-wird-unterschaetzt-231897
[3] Retail News (November 2025): „McKinsey-Studie: KI floppt (noch) im Marketing.“ https://retail-news.de/mckinsey-marketing-trends-ki-2025-2026/
[4] empowersuite (2026): „Branding vor KI: Warum Europas CMOs zurück zu den Basics gehen.“ https://www.empowersuite.com/en/blog/branding-over-ai
[5] Kantar BrandZ Germany (2026): „Most Valuable German Brands 2026.“ https://www.kantar.com/de/inspiration/brand-growth/kantar-brandz-german-brands-2026
[6] 4iMedia (2025): „Comeback des Brandings: Ist der Hype um generative KI vorbei?“ https://www.4imedia.com/ki-agentur/das-comeback-des-brandings-ist-der-hype-um-die-generative-ki-vorbei/
[7] neuroflash (2026): „Datenquellen und Methodik der Digital Twins.“ https://neuroflash.com/de/digital-twins/






